diakonia GmbH
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"Ein Zeichen der Nähe und Solidarität“

Caritas und Diakonie verteilen an Ostern 1.000 Schokohasen an Bedürftige / Zusätzlich Ausgabe von Essen und Hygieneartikeln


München, 12. April 2020

Am Ostersonntag gab es in der Nothilfeausgabe „Brot und Mantel“ in der Schwanthalerstraße eine süße Überraschung: Stadtdekanin Barbara Kittelberger und Caritas-Präses Augustinus Bauer verteilten in der ökumenisch getragenen Einrichtung rund 1.000 kleine Schokolade-Osterhasen an bedürftige Münchnerinnen und Münchner. Stadtdekanin Kittelberger, die erstmalig in ihrer Berufslaufbahn an Ostern keinen Gottesdienst halten durfte und deshalb bei der Verteilaktion gerne mitmachte, wünschte den Menschen Mut, einen Neuanfang zu wagen: „Ostern erinnert uns daran, dass wir im Tod und Leben von Gott begleitet und getragen sind.“

Caritas-Präses Augustinus Bauer sagte, dass man mit dieser Osteraktion ein Zeichen des Zusammenhalts setzen wolle. Und wörtlich: „Weil uns Jesus Christus, der Auferstandene, vorausgeht und Mut macht, wollen wir einander etwas weiterschenken.“ Als christliche Gemeinschaft wolle man am Fest des Lebens „ein Zeichen der Nähe und Solidarität“ zu denjenigen in der Gesellschaft setzen, die Hilfe gerade in diesen schwierigen Zeiten nötig haben. „Menschen in sozialer Not sollen spüren, dass sie uns am Herzen liegen und nicht allein gelassen werden.“

Zusätzlich zu den Osterhasen verteilt diakonia auch 100 Tüten mit Hygieneartikeln für Damen und Herren. In die Nothilfeausgabe kamen seit der Eröffnung jeden Nachmittag zwischen 60 und 70 Kunden und Kundinnen, die sich bis zu fünf Kleidungsstücke aussuchen können. Besonders gefragt seien Schuhe, berichtet diakonia-Geschäftsführerin Sandra Bartmann. „Die lange Schlange vor unserer Kleiderausgabe zeigt uns täglich, dass wir hier sinnvolle Arbeit leisten, die direkt bei den Schwächsten unserer Gesellschaft ankommt.“ Die Ausgabestelle der diakonia öffnet für den regulären Betrieb wieder am Dienstag nach Ostern um 14.30 Uhr.

Die Essensausgabe der Caritas hat auch an den Feiertagen geöffnet; vormittags in der Zeit von 8.00 – 11.00 Uhr; nachmittags in der Zeit von 14.30 – 17.00 Uhr. Bislang wurden über die beiden Foodtrucks pro Woche rund 23.000 warme Essen ausgegeben. Dazu kommen täglich etwa 150 Brotzeitpakete und 100 Stück Kuchen.

Die Nothilfeausgabe „Brot und Mantel“ in der Schwanthalerstraße 46 – 48 dient zur Entlastung der Bahnhofsmission, die aufgrund der derzeit starken Frequentierung an die Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Die Nothilfeausgabe wird wie die Bahnhofsmission ökumenisch getragen; aktuell arbeiten hier Caritas, InVia, diakonia und Evangelisches Hilfswerk, eine Tochtergesellschaft der Inneren Mission, zusammen.

 

Notausgabe im ehemaligen Postbankgebäude startet am Donnerstag

Caritas und Innere Mission verteilen Essen, Kleidung und Hygieneartikel an bedürftige Menschen


München, 1. April 2020

Am morgigen Donnerstag, 2. April, startet um 14.30 Uhr die Notausgabe in den Läden im ehemaligen Postbankgebäude in der Schwanthalerstraße 46-48 (Südseite). Die diakonia, eine Tochtergesellschaft der Inneren Mission und des Evangelischen Dekanatsbezirks, wird dort mit der Ausgabe von Kleidung und Hygieneartikel beginnen. Die Caritas wird an dieser Stelle zudem einen zweiten Foodtruck aufstellen und Essen ausgeben. Die Eigentümerin des Gebäudes, die Credit Suisse, stellt die derzeit leerstehenden Räume dankenswerterweise kostenfrei zur Verfügung.

Die Träger der Bahnhofsmission, Innere Mission und Caritas, bauen damit zusammen mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtzentrum weiter aus. Bereits am Montag hatte die Caritas einen ersten Foodtruck an der Ecke Luisen-/Elisenstraße auf dem Karl-Stützel-Platz in Betrieb genommen.

Ein erster "Foodtruck" steht seit Montag dieser Woche an der Ecke Luisen-/Elisenstraße und gibt dort täglich von 8.00 bis 11.00 Uhr und von 14.30 bis 17.00 Uhr eine warme Suppe an Menschen in Not und Obdachlose aus. Ab Donnerstag gibt es auch Brotzeitpakete zum Mitnehmen. Für die Nutzung der Angebote sind keine Nachweise notwendig. Wer kommt, soll lediglich die notwendigen Abstände im Rahmen des Corona-Infektionsschutzes einhalten. "Die Angebote werden sehr dankbar angenommen", berichtet Caritas-Geschäftsführer Harald Bachmeier.

"Wir bauen kontinuierlich gemeinsam mit dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtzentrum aus", erklärt Bachmeier. In allen Angeboten für Wohnungslose stehe derzeit die Versorgung im Vordergrund. Für die notwendige Beratung und Unterstützung der Betroffenen bleibe aufgrund der Corona-Krise oft zu wenig Zeit. Notleidende Menschen in München sollen deshalb mit einer gemeinsamen Anstrengung von Wohlfahrtverbänden, Bahnhofsmission und Stadt München unterstützt werden. "Die Krise führt uns nochmal deutlicher vor Augen, wie viele Menschen in München tatsächlich in Armut leben. Wir lassen niemanden im Stich", betont Bachmeier und ergänzt, wie wichtig es dem katholischen Wohlfahrtsverband mit der Bekämpfung von Not und Armut ist. "Gerade im christlichen Kontext, und das eint auch die Akteure, schauen wir nicht weg."

Die diakonia verteilt in ihrem Laden Kleidung, Schuhe, Jacken, Oberbekleidung und Unterwäsche für Männer, Frauen und Kinder. Socken und Unterwäsche sind neu zugekauft. Derzeit stehe aus Lagerbeständen rund eine halbe Tonne an unterschiedlichen Bekleidungsstücken in allen Größen zur Verfügung, so Sandra Bartmann, Geschäftsführerin bei diakonia. Der Kooperationspartner Aktion Hoffnung stellt zusätzlich 124 Schlafsäcke sowie eine weitere halbe Tonne an Wolldecken, Unterwäsche und Socken zur Verfügung. Morgen werden zur Ausgabe zudem anderthalb Paletten mit Seife, Shampoo, Duschgel, Windeln sowie Damenhygieneartikeln erwartet.

Angesichts des aktuellen Infektionsrisikos bittet Sandra Bartmann dringend darum, keine zusätzlichen Spenden in dem neuen Laden anzuliefern. Auch Ausgabepersonal werde nicht gebraucht, "das stemmen wir mit eigenen Mitarbeitenden". Da auch die beiden Spendenannahmestellen der diakonia aktuell geschlossen sind, könnten Spenden nur in den 59 Sammelcontainern der diakonia abgeliefert werden, die im Stadtgebiet sowie im Umland stehen und regelmäßig geleert werden. Sandra Bartmann "Mit Geldspenden für die Zukäufe der Neuware kann uns die Münchner Bevölkerung derzeit aber am besten helfen."

 

Frühlingsgrüße und Literaturfest

Im stoffwechsel ist am Samstag, 5. Mai, Einiges geboten


München, 2. Mai 2018

Im stoffwechsel werden am Samstag, 5. Mai, ab 11 Uhr Frühlingsgrüße verschenkt, denn der Secondhand-Laden von diakonia nimmt an der Veranstaltung „Mein Viertel blüht“ teil. Mit einem Hornveilchen für jeden Kunden soll Danke gesagt werden. Danke, für die Treue und um das Wissen, dass die kleinen Läden, die Cafés oder auch das Kino den Charme des Viertels ausmachen und man so etwas nicht online erleben kann.

„Mein Viertel blüht“ lädt alle Interessierten zu einem Bummel rund um die Donnersberger- und die Schulstraße ein. Es gibt vieles zu entdecken: im stoffwechsel zum Beispiel, denn hier ist Farbe Programm. Unter dem Motto „frech, funky, retro“ reicht das Sortiment von Damen- und Herrenmode über Vintage-Bekleidung und Schmuck bis hin zu Wohnaccessoires. An alle Kunden werden am Samstag, 5. Mai, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr nicht nur Blümchen sondern auch passend zum Motto Blumenübertöpfe verschenkt! Vorbei schauen lohnt sich also!

Der diakonia-Secondhand-Laden bietet derzeit zwölf Arbeitsplätze für Menschen, die aufgrund schwieriger Lebenslagen oder anderer Beeinträchtigungen nur schwer Arbeit finden. Sie können sich hier beruflich orientieren, sich qualifizieren oder eine Ausbildung machen. Wie alle anderen Ladengeschäfte von diakonia lebt der Betrieb von Spenden, ob Kleidung, Schuhe oder Spielsachen. diakonia sammelt nach den Richtlinien des Gütesiegels „FairWertung“.

Doch das ist am 5. Mai noch lange nicht alles, denn am Abend geht es im stoffwechsel mit dem „Hörgang“, einer Mischung aus Literaturfest- und Stadtviertelentdeckung, weiter. Insgesamt lesen etwa 40 Autoren an über 25 nicht lesungserprobten Plätzen – unter anderem eben im stoffwechsel. Zu jeder vollen Stunde wird eine Viertelstunde gelesen. In Handwerksbetrieben und Denkmälern, Villen und Arbeiterwohnblöcken, Lagerhallen, Tante-Emma-Läden. Und natürlich: Parks, Brücken, Dachgeschosse, Kirchen und an vielen weiteren Plätzen: lauter echte, spezielle, unentdeckte Plätze, die mit Geschichten bereichert werden.

Zu jeder vollen Stunde der Nacht lesen die Autoren an verschiedenen Plätzen etwa 15 Minuten ihre Texte. Dann wechseln sie diese Plätze. Im stoffwechsel sind dies Katharina Körting (20 Uhr), Susanne Tägder (21 Uhr), Anika Landsteiner (22 Uhr) sowie Andrea Will und Manuel Erzgäber (23 Uhr). Weitere Informationen unter www.diakonia-stoffwechsel.de, www.hoergang.com und www.facebook.com/MeinViertelNeuhausen.

 

MBQ Jahrespräsentation

Veranstaltung im Festsaal des Alten Rathauses am 26. März 2019.


Am Dienstag, 26. März,2019 findet im Festsaal des Alten Rathauses die Jahrespräsentation des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) statt. Im Mittelpunkt steht die Arbeit der kommunal finanzierten Sozialen Betriebe und des Verbundprojekts Perspektive Arbeit, die sich um den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit in München kümmern. Jährlich bieten sie mit ihren Projekten rund 8.000 Münchnerinnen und Münchnern eine Beschäftigungsgelegenheit oder eine Qualifizierung.

Clemens Baumgärtner, Referent des Referats für Arbeit und Wirtschaft, wird die Veranstaltung um 9.30 Uhr eröffnen. In der anschließenden Gesprächsrunde wird er sich zusammen mit Anette Farrenkopf, Geschäftsführerin des Jobcenters München, und weiteren Expertinnen und Experten über aktuelle Arbeitsmarktthemen austauschen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei; Anmeldung bis 19. März unter www.muenchen.de/mbq-jahrespraesentation. Weitere Informationen können im Internet unter www.muenchen.de/mbq abgerufen werden. Rückfragen zur Veranstaltung an Stefanie Habichtobinger, T: 089-233-22006 oder stefanie.habichtobinger@muenchen.de.


„Unterstützenswerter Ansatz“ – Altkleidercontainer

Gemeinde Haar stellt diakonia 16 Stellplätze zur Verfügung / diakonia ist auf der Suche nach weiteren Stellflächen


München, 17. Januar 2018

Die Gemeinde Haar setzt ein Zeichen für Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Transparenz und Fairness: auf insgesamt 16 neuen Stellplätzen stehen seit Januar dieses Jahres Container von diakonia, in die die Bürger ihre Altkleiderspenden werfen können. „Für uns ausschlaggebend für den Anbieterwechsel war die Philosophie von diakonia: Faire Verwertung der Altkleider, kurze Transportwege und soziales Engagement durch die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für Menschen, die sich am Arbeitsmarkt schwer tun“, betont Haars Bürgermeisterin Gabriele Müller. „In jeder Hinsicht ein unterstützenswerter Ansatz und damit ein Angebot, das wir unseren Bürger*innen besten Gewissens machen können.“

Das freut auch Thomas Rosenberger, bei diakonia zuständig für die Sammelcontainer: „Wir sind sehr froh über die Unterstützung der Gemeinde Haar.“ Der Sozialbetrieb ist zudem auf der Suche nach weiteren Stellflächen in München und dem Umland. „Wir können unsere Container auf allen privaten Grundstücken aufstellen, sei es vor Bäckereien, Getränken- oder auch Supermärkten. Wir freuen uns über Firmen und Unternehmen, die diakonia unterstützen und damit gleichzeitig etwas Gutes tun.“

Für einen Container benötigt diakonia eine Stellfläche von 1,5 Quadratmetern. In München und Umland stehen bereits über 160 Sammelcontainer. „Wir stellen die Container selbst auf und lassen sie von unseren eigenen Mitarbeitern entleeren. Wir haben keine Subunternehmer“, erklärt Thomas Rosenberger. „Bei uns bleibt alles in einer Hand – angefangen von der Entleerung über die Sortierung bis hin zur Weitergabe über unsere Kleiderkammern oder Secondhand Läden.“

Kleider- und Sachspenden, die Mitmenschen in wirtschaftlichen Notlagen nicht benötigen, werden in den Läden von diakonia verkauft. Mit den Erträgen finden in dem Sozialbetrieb über 350 Menschen in schwierigen Lebenslagen, die sonst kaum Chancen hätten, berufliche Perspektiven. Sachspenden, die weder in den Kleiderkammern von diakonia, noch in den Läden Verwendung finden, gehen an Mitgliedseinrichtungen Fairwertung e.V. Der Dachverband ist ein bundesweiter Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen, die gebrauchte Textilien sammeln und nach transparenten und fairen Verarbeitungs- und Handelsbedingungen weiter verwerten.

Wer diakonia Stellflächen für Altkleidercontainer zur Verfügung stellen möchte, kann sich an Thomas Rosenberger wenden (Email: rosenberger@diakonia.de).


„Tag der Wohnungslosen“

In der diakonia-Kleiderkammer in der Seidlstraße können sich Obdachlose mit Kleidung eindecken


München, 11. September 2018

Wir stellen durchaus fest, dass die Anzahl der Obdachlosen, die sich bei uns in der Kleiderkammer versorgen, in den vergangenen Jahren gestiegen ist“, sagt Jolanta Rafalowicz anlässlich des „Tags der Wohnungslosen“ am 11. September. Die Leiterin der diakonia Kleiderkammer in der Seidlstraße weiß wovon sie spricht. „Ich bin recht nah dran an den Menschen. Sie können sich hier mit Kleidung und – je nach Bedarf – mit Hygieneartikeln eindecken. Wir geben aber auch, wenn wir haben, Rucksäcke, Schlafsäcke und Isomatten aus.“ Oft sei für die obdachlosen Menschen, es sind hauptsächlich Männer aus Osteuropa, auch der persönliche Kontakt wichtig. „Da geht es meist einfach nur um ein Gespräch. Es ist wichtig, dass jemand da ist, der sich die Sorgen, Nöte und Ängste anhört.“ Jolanta Rafalowicz hat immer ein offenes Ohr für ihre Klienten. „Das Ganze hat natürlich auch mit Vertrauen zu tun. Viele erzählen mir ihre Geschichten.“

Zwischen 100 und 150 Personen kommen jeden Monat in die diakonia Kleiderkammer in der Seidlstraße. Tendenz steigend. „Vielen Menschen aus Osteuropa wird hier Arbeit versprochen. Sie kratzen Geld zusammen und lassen sich nach Deutschland bringen, wo sie einfach auf die Straße gesetzt werden“, erzählt Jolanta Rafalowicz. „Von den Leuten, die sie hier her gebracht haben, hören sie nie wieder. Sie sind völlig auf sich allein gestellt und überfordert.“ Dann sei der Weg zur Obdachlosigkeit nicht mehr weit. „Das geht sehr schnell. Und wer einmal in diesem Teufelskreis drin ist, kommt nur ganz schwer wieder heraus – wenn überhaupt.“ Ein weiteres Problem dabei: viele der Männer gehen oft aus Schamgefühl nicht in ihre Heimatländer zurück. „Das erlebe ich ganz oft. Und dann ist natürlich immer auch noch Alkohol im Spiel.“

Nichts desto trotz gebe es aber auch einige ihre Klienten, denen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft gelungen ist. „Das ist natürlich immer eine schöne Geschichte. Auch wenn es der Weg in ein Leben, das nicht mehr auf der Straße stattfindet, meist schwierig ist“, weiß Jolanta Rafalowicz, die bereits seit 1990 in der diakonia Kleiderkammer tätig ist. „Ich mag meine Arbeit und den Umgang mit den Menschen. Ich habe keine Berührungsängste, was mir den Zugang zu den Leuten erleichtert.“

Die drei Kleiderkammern von diakonia in der Bayernkaserne, am Stahlgruberring 8 und eben in der Seidlstraße 2-4 versorgen nicht nur Obdachlose oder geflüchtete Menschen, sondern vermehrt auch Familien und ältere Mitbürger, die nicht genügend Geld für die alltäglichen Dinge haben. Seit Herbst 2014 versorgt diakonia im Auftrag des Sozialreferats der Landeshauptstadt München die ankommenden Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen im Stadtgebiet in der humanitären Erstversorgung mit Kleidung und Hygieneartikeln. Im Rahmen des Kälteschutzprogramms stattet diakonia zudem obdachlose Münchnerinnen und Münchner mit warmen Textilien aus.

Außerdem unterstützen und beraten die Mitarbeiterinnen der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) innerhalb von diakonia Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, unter anderem eben auch Personen, die kurz vor der Obdachlosigkeit stehen. Die Basis hier lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. „Wir arbeiten immer an der Armutsgrenze“, erzählt Evelyn Töpfer von der KASA Sozialberatung. „Die Clearingarbeit ist besonders wichtig.“ Denn zuerst müsse abgeklärt werden, um welche Problemfelder es sich handelt. „Das ist oft vielschichtig. Im Anschluss erstelle ich zusammen mit meinen Klienten eine Prioritätenliste, unterstütze sie bei den Lösungsansätzen oder vermittle sie an die unterschiedlichen Fachstellen – je nach Bedarf.“ Auch wenn Evelyn Töpfers Klienten nur selten direkt von Obdachlosigkeit betroffen sind, weiß sie: „Die prekären Lebensverhältnisse nehmen immer weiter zu. Mit geringen finanziellen Mitteln in einer Stadt wie München geeigneten Wohnraum zu finden, ist sehr schwer.“


Fotoshooting für die neue kaufhaus-Postkarte

„La Familia“ auf Bayerisch – das Fotoshooting für die neue kaufhaus-Postkarte


München, 22.August 2018

Das Fotoshooting ist beendet, aktuell werden noch die passenden Motive ausgesucht und dann sind sie fertig: die neuen Postkarten des diakonia kaufhauses. Das Besondere daran: alle Models sind Mitarbeiter von diakonia, einer gemeinnützige Organisation, die in München für Menschen in schwierigen Lebenslagen oder mit Behinderung Arbeitsplätze schafft. Angelehnt war das Fotoshooting an die bekannte „Dolce & Gabbana“-Marktingaktion „La Familia“. „Wir haben das Ganze umgewandelt in ‚La Familia auf Bayerisch‘ und die Motive etwas abgewandelt nachgestellt“, betont Julia Boiger, Betriebsleiterin der Secondhand-Läden von diakonia.

Und Andy Beutl, der am Fotoshooting als Model teilgenommen hat, erzählt: „Die notwendigen Klamotten und die Dekoration zusammen zu bekommen war in unseren Secondhand-Läden kein Problem, da fand sich schnell genug Material“, so der kaufhaus-Mitarbeiter „Schon schwieriger war es dagegen die Akteure halbwegs stilsicher und passend einzukleiden, es sollte ja ein rechtes Kunstwerk werden. Und nachdem das geschafft war und die Frisur saß ging es so richtig los: das Schminken!“

Gerade als Mann sei Farbe im Gesicht eine fremde Welt, sagt Andy Beutl, „außer vielleicht zum Fasching.“ Geschminkt wurden alle Models von Visagistin Farah Muhanna von der Kosmetikschule Schöner, die diakonia regelmäßig auch bei ihren Modeschauen ehrenamtlich unterstützt. Egal ob Lidschatten, Rouge und Kajal – jedes Modell wurde professionell geschminkt, damit beim Fotoshooting nichts mehr schief gehen konnte. „Da ist es ja mit einem schnellen Schnappschuss nicht getan“, weiß Andy Beutl. „Das Licht muss passen, die Bildaufteilung, die Ausstattung, alles muss perfekt harmonieren. Zum Glück hatten wir auch dafür einen echten Profi. Und nach nur 90 Minuten voller Posen, Verrenkungen, Fehlversuchen und kollektiven Lachkrämpfen war das Ding dann schon im Kasten.“

Mit den Postkarten, die es im Übrigen für jeden einzelnen der insgesamt sechs Secondhand-Läden von diakonia gibt, möchte der Sozialbetrieb seinen Kunden und Spendern etwas mitgeben, „das in gewisser Weise auch persönlich ist, denn die Models sind unsere Mitarbeiter“, ergänzt Julia Boiger. „Es ist doch nach wie vor schön, eine Postkarte zu verschicken – gerade im digitalen Zeitalter.“ Die kaufhaus-Postkarten werden voraussichtlich Ende September erhältlich sein.


Teatime im kleidsam – Dankeschön an unsere Kunden

Die erste Teatime war gut besucht


München, 17. April 2018

Kaffee, Tee und Kuchen für die Stammgäste: die erste „Teatime“ im kleidsam war ein voller Erfolg. „Es ist toll, dass so viele Kundinnen unserer Einladung gefolgt sind“, freut sich Astrid Harry (Mitte), die das kleidsam seit September vergangenen Jahres leitet. „Wir haben uns das Ganze eigens für unsere liebsten und treuesten Gäste als Dankeschön ausgedacht.“ Und Julia Boiger (l.), Betriebsleiterin der Secondhand-Läden von diakonia, ergänzt: „Der Kuchen wurde von diakonia inhouse beigesteuert.“ Der Hauswirtschaftsbetrieb des Sozialunternehmens betreut mittlerweile 21 Kindertagesstätten im Raum München sowie das Stadtteilcafé „mooca“ im diakonia kaufhaus (Dachauer Str. 192).

Bei den Besucherinnen kam die kleidsam-Teatime gut an. „Eine wirklich schöne Aktion. Ich komme immer gerne ins kleidsam, denn es ist etwas ganz Besonderes. Ich wohne seit zwölf Jahren hier in unmittelbarer Nachbarschaft und kaufe Designerkleidung nur hier ein“, erzählt Stammkundin Catherine. „Und nicht zu vergessen: die Mitarbeiterinnen sind toll. Mir macht es immer wieder Spaß ins kleidsam zu gehen. Ich finde immer etwas.“

Im Übrigen ließ sich auch die lokale Politprominenz die Teatime-Einladung nicht entgehen. „Das kleidsam – und diakonia überhaupt – ist eine großartige Einrichtung“, betont Anna Hanusch (r.), Grünen-Stadträtin und Vorsitzende des Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg (BA 9). „Mir gefällt dabei vor allem der Gedanke der Nachhaltigkeit. Ich selbst habe auch schon gespendet und es ist schön zu wissen, dass die Kleidung noch sinnvoll verwertet wird und jemand anderes daran Freude hat. Zudem werden Arbeitsplätze für Menschen geschaffen, die sonst vielleicht keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten.“

Das Secondhand-Geschäft in der Blutenburgstraße bietet schicke Kleidung für die berufstätige Frau, die gut angezogen und dabei wenig Geld ausgeben möchte. „Bei uns geht es ladylike zu“, erklärt Astrid Harry. Im geschmackvollen Ambiente des kleidsam gibt es zum perfekten Outfit selbstverständlich auch die passenden Accessoires wie Schuhe, Taschen und Schmuck. Im kleidsam secondhand im Gartenhaus (Hinterhof) wird exklusive Garderobe sowie ausgewählte Accessoires und Handtaschen angeboten. Schräg gegenüber der Secondhand-Boutique, in der Blutenburgstraße 112, befindet sich das kleidsam für Kinder, in dem gespendete hochwertige Kinderkleider bis Größe 174 und gut erhaltenes Spielzeug erhältlich ist.

Wie in allen anderen Läden der diakonia geht es im kleidsam um mehr, als nur um das Einkaufserlebnis. Die Secondhand-Läden der diakonia gelten als Musterbeispiel für die Integration psychisch-kranker Menschen in den Arbeitsalltag. Der Sozialbetrieb konnte ein Konzept etablieren, bei dem die Betroffenen einen anspruchsvollen Berufsalltag erfahren. Sie befinden sich mitten in der Gesellschaft, die Geschäfte sind für alle Interessenten geöffnet. „Bei diakonia steht immer der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Astrid Harry. „Die Menschen, die bei uns arbeiten, bringen sehr viel Herz mit. Auch das Thema Achtsamkeit hat seinen Platz. Das ist sicher nicht in jedem Unternehmen so und ich denke, das sich das auch positiv auf unsere Kundinnen überträgt.“

 

Cappuccino und Croissants – auf Wunsch auch mit Beratung

diakonia hat in Moosach das neue Stadtteilcafé „mooca“ eröffnet


München, 28. März 2018

Das neue Stadtteilcafé „mooca“ im diakonia kaufhaus (Dachauer Straße 192) ist eröffnet. „mooca“ soll ein Ort der Begegnung mit Informations- und Beratungsangeboten werden, von dem nicht nur die Mitarbeiter von diakonia und die Kunden des kaufhauses, sondern alle Menschen aus Moosach profitieren können. Das Stadtteilcafé bietet für den kleinen Geldbeutel Kaffee und Kuchen sowie Snacks in angenehmer Atmosphäre.

Mit „mooca“ rückt das diakonia kaufhaus künftig noch mehr in den Mittelpunkt von Moosach. Neben dem gewohnten Angebot an günstigen Möbeln, Kleidern, Büchern und Hausrat bietet das soziale Unternehmen nun auch verstärkt Beratung bei der oft schwierigen Lebenssituation einzelner Kundinnen und Kunden. Das Café im Erdgeschoss soll künftig zu einem echten Stadtteiltreffpunkt werden, in dem es neben leckerem Cappuccino auch Beratung und kleinere Veranstaltungen gibt. Besucher können sich im „mooca“ über die verschiedenen Beschäftigungsmodelle von diakonia sowie die unterschiedlichen Beratungsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen informieren.

Ein Infopoint mit „fliegender Sprechstunde“ bietet Besuchern die Möglichkeit, sich zu den Themen Wohnen, Arbeiten, Bildung, Gesundheit und Familie beraten zu lassen oder Informationen zu passenden Anlaufstellen zu bekommen. Hierfür steht im „mooca“ eigens eine Sozialpädagogin für Gespräche zur Verfügung. Geplant sind auch kleinere Aktionen wie beispielsweise Spielenachmittage oder Veranstaltungen zu Gesundheits- und Ernährungsthemen. Einen hohen Stellenwert soll zudem die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen im Viertel wie der evangelischen Gemeinde und der Diakonie Moosach bekommen.


diakonia inhouse gewinnt den enable Innovationspreis

diakonia inhouse hat mit seinem Essenskonzept „Picco“ den enable Innovationspreis gewonnen.


München, 12. März 2018

diakonia inhouse hat mit seinem Essenskonzept „Picco“ am 12. März den enable Innovationspreis gewonnen. Gegen 19 Uhr hatten insgesamt fünf Finalisten im Lindenkeller in Freising die Möglichkeit in einem zweiminütigen Pitch ihre Innovation im Bereich gesunde Ernährung den versammelten WissenschaftlerInnen der vier deutschen Ernährungscluster vorzustellen. Vier deutschen Hochschulen, diversen Forschungseinrichtungen und verschiedenen Unternehmen aus Lebensmittelindustrie und –handel sind an dem Zusammenschluss beteiligt. Das Projekt Picco konnte sich dabei über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen.

„Picco“ besteht aus vier Komponenten: Es enthält Grundrezepte etwa für Brühen und Soßen, Frischekomponenten wie Gemüse, Fisch oder vorgegartem Fleisch, Trockenwaren wie Nudeln oder Reis und aus Gewürzmischungen. Bei „Picco“ werden alle Komponenten mengengenau, ungewürzt und küchenfertig als Baukastensystem geliefert. So muss nichts gewogen oder gemessen werden. Eine Gewürzmischung die beigefügt werden kann, rundet das jeweilige Gericht geschmacklich ab. Für jedes einzelne Gericht gibt es eine Rezeptanweisung.

Dabei ist der Jury die Entscheidung bestimmt nicht leicht gefallen: Zahlreiche Bewerbungen von jungen Unternehmen, die sich mit neuartigen Lebensmitteln, Services für eine gesündere Ernährung oder technologischen Neuerungen beworben haben, waren ebenfalls bei dem Contest dabei. „Picco“ konnte jedoch von Beginn an überzeugen, wie Peter Eisner vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in seiner Laudatio herausstellte: „Jedes Kind sollte Zugang zu hochwertiger und nicht industriell hergestellter Nahrung haben, um Prägungen und Geschmacksnormierungen zu vermeiden.“ Genau das macht „Picco“.

Zum Einsatz kommt das Verpflegungskonzept bereits in 11 von diakonia inhouse bewirtschafteten Kindertagesstätten im Großraum von München. Betriebsleiterin Ursula Winkler freut sich über den Preis: „Wir sind sehr froh, dass die Innovation von Picco gewürdigt wird und wir damit unserem Ziel näher kommen, viele Kinder täglich gut zu versorgen.“


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